Der Zug fährt los, weg von der Hektik der stillen Tage. Ich lasse die Stadt für wenige Tage hinter mir. Draußen ziehen Landschaften und Wälder vorbei. Kein Stress - nur den Blick schweifen lassen und in Gedanken versinken.
Etwas Ruhe vor dem lauten Geschrei der "Stillen Zeit". Dabei war Stille Zeit doch als Ausrichtung auf Gott gedacht.
Traditionen und Schmuck ist ja schön und gut, doch wenn es ablenkt ist es zu hinterfragen. Es ist die Frage, was im Zentrum der Tradition steht, wie wir sie heute feiern. Es ist nicht die Familie oder die Stimmung, nicht das Fernsehprogramm, nicht die Geschenke, nicht der Kerzenschein, nicht das Buffet, nicht der Tannenbaum oder die geschmückte Stube. Würden wir uns darauf konzentrieren zu Heilig Abend, können wir es "Winterfest" nennen. Es wäre ein Fest, das seinen Kern verloren hat.
Doch was feiern wir?
Oft wird Gott vorgeworfen, es sei nicht da, er wäre so weit weg. Es werden Gottesbilder der Ferne beschrieben oder des zu-beschäftigt-Seins mit dem Universum und dem ganzen Rest. Das sind Gottesbilder, die uns suggerieren sollen, dass Gott mit uns nichts zu tun haben wolle und auch nichts mit uns zu tun haben solle. Quasi: "Halte dich fern von dem Gott, den ich als fern definiere!"
Aber dem ist nicht so.
Heute feiern wir das genaue Gegenteil.
Wir feiern, dass Gott zu genau dem wird, dass wir verstehen, wie wir verstanden werden wollen.
Gott wurde Mensch.
Wir können, spätestens seit Jesu Geburt, Gott in keiner Weise vorwerfen, dass er uns fern wäre, da er einer von uns wurde - wie du und ich.
Wir können, spätestens seit Jesu Geburt, Gott in keiner Weise vorwerfen, dass er uns nicht verstehen würde, da er Mensch wurde – wie du und ich.
Gott zeigte uns, dass er nicht nur die subjektive Ebene des Menschseins verstehen kann. Er zeigt, dass er die subjektive Seite des Menschseins lebt. In diesem Menschsein-leben, zeigt er, dass er uns liebt. Er zeigt uns, dass er in dieser kaputten Welt, die wir uns so gerne schön reden, anwesend ist, uns nicht alleine lassen kann und will. Er zeigt uns, dass unsere zerbrochene, zerstrittene und kriegerische Welt ihn nötig hat.
Advent, Heilig Abend und Weihnachten bedeutet zu feiern. Zu feiern, dass Gott Mensch wurde. Es bedeutet die Reichweite zu ergründen und zu erfassen, wen und was das alles einschließt. Es bedeutet unsere Ausrichtung auf Gott in seiner Ausrichtung auf die Welt zu leben. Es bedeutet zu erkennen, warum wir ihn nötig haben.
Wenn Gott Mensch wurde, sollten wir das auch werden. Weihnachten ist kein Fest der Familie. Es ist ein Fest der Menschwerdung. Ein Fest der Menschwerdung Gottes und unserer Ausrichtung auf die Menschen, in unserer Ausrichtung auf Gott. Wenn Gott uns als Mensch nahekommt, dann kommt er uns auch in jedem Menschen nahe. Das ist unabhängig von der Familienbande.
Wir brauchen Weihnachten nicht als Familienfest überladen. Es ist zwar wichtig, Familienbande zu pflegen, aber das ist nicht das Zentrum von Weihnachten. Jesus ist das Zentrum von Weihnachten. Gott wurde in Jesus Mensch. Wir sind in Christus Jesu Brüder. Gott stellt uns also in seiner Familie zusammen – als Geschwister.
Heute feiern wir also Gottes Menschwerdung und unser zusammengestellt sein.
Ich hoffe, dass sich das auch in eurem Feiern wiederspiegelt.
Etwas Ruhe vor dem lauten Geschrei der "Stillen Zeit". Dabei war Stille Zeit doch als Ausrichtung auf Gott gedacht.
Traditionen und Schmuck ist ja schön und gut, doch wenn es ablenkt ist es zu hinterfragen. Es ist die Frage, was im Zentrum der Tradition steht, wie wir sie heute feiern. Es ist nicht die Familie oder die Stimmung, nicht das Fernsehprogramm, nicht die Geschenke, nicht der Kerzenschein, nicht das Buffet, nicht der Tannenbaum oder die geschmückte Stube. Würden wir uns darauf konzentrieren zu Heilig Abend, können wir es "Winterfest" nennen. Es wäre ein Fest, das seinen Kern verloren hat.
Doch was feiern wir?
Oft wird Gott vorgeworfen, es sei nicht da, er wäre so weit weg. Es werden Gottesbilder der Ferne beschrieben oder des zu-beschäftigt-Seins mit dem Universum und dem ganzen Rest. Das sind Gottesbilder, die uns suggerieren sollen, dass Gott mit uns nichts zu tun haben wolle und auch nichts mit uns zu tun haben solle. Quasi: "Halte dich fern von dem Gott, den ich als fern definiere!"
Aber dem ist nicht so.
Heute feiern wir das genaue Gegenteil.
Wir feiern, dass Gott zu genau dem wird, dass wir verstehen, wie wir verstanden werden wollen.
Gott wurde Mensch.
Wir können, spätestens seit Jesu Geburt, Gott in keiner Weise vorwerfen, dass er uns fern wäre, da er einer von uns wurde - wie du und ich.
Wir können, spätestens seit Jesu Geburt, Gott in keiner Weise vorwerfen, dass er uns nicht verstehen würde, da er Mensch wurde – wie du und ich.
Gott zeigte uns, dass er nicht nur die subjektive Ebene des Menschseins verstehen kann. Er zeigt, dass er die subjektive Seite des Menschseins lebt. In diesem Menschsein-leben, zeigt er, dass er uns liebt. Er zeigt uns, dass er in dieser kaputten Welt, die wir uns so gerne schön reden, anwesend ist, uns nicht alleine lassen kann und will. Er zeigt uns, dass unsere zerbrochene, zerstrittene und kriegerische Welt ihn nötig hat.
Advent, Heilig Abend und Weihnachten bedeutet zu feiern. Zu feiern, dass Gott Mensch wurde. Es bedeutet die Reichweite zu ergründen und zu erfassen, wen und was das alles einschließt. Es bedeutet unsere Ausrichtung auf Gott in seiner Ausrichtung auf die Welt zu leben. Es bedeutet zu erkennen, warum wir ihn nötig haben.
Wenn Gott Mensch wurde, sollten wir das auch werden. Weihnachten ist kein Fest der Familie. Es ist ein Fest der Menschwerdung. Ein Fest der Menschwerdung Gottes und unserer Ausrichtung auf die Menschen, in unserer Ausrichtung auf Gott. Wenn Gott uns als Mensch nahekommt, dann kommt er uns auch in jedem Menschen nahe. Das ist unabhängig von der Familienbande.
Wir brauchen Weihnachten nicht als Familienfest überladen. Es ist zwar wichtig, Familienbande zu pflegen, aber das ist nicht das Zentrum von Weihnachten. Jesus ist das Zentrum von Weihnachten. Gott wurde in Jesus Mensch. Wir sind in Christus Jesu Brüder. Gott stellt uns also in seiner Familie zusammen – als Geschwister.
Heute feiern wir also Gottes Menschwerdung und unser zusammengestellt sein.
Ich hoffe, dass sich das auch in eurem Feiern wiederspiegelt.

Genau das werden wir feiern - gleich fährt der Dorfpfarrer los und predigt genau den Inhalt dieses Blogs... und in den nächsten zwei Tagen auch, eigentlich schon seine ganze Dienstzeit lang...
AntwortenLöschenDarum: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen..."