Nummern, Zahlen, Ziffern - ich finde sie überall in meinem Alltag. Auf meinen Büchern, Filmen, Steckern, Tassen, Stiften, elektrischen Geräten, meinem Personalausweis, auf Arbeit, im Studium, bei der Krankenkasse und so weiter. Die Liste könnte ich endlos weiterführen. Eines haben sie gemeinsam - in dem Kontext in dem sie verortet werden, haben sie eine klare Bedeutung. Nicht jeder kann unmittelbar diese Bedeutung entschlüsseln, aber für bestimmte Leute und Geräte haben diese einen genauen Wert. Es werden mit der Nummer in diesem System eine oder mehrere Informationen verknüpft. Das können zum Beispiel Informationen über Herkunft, Produktionsstandort, Geburtsort, Fabrikationsnummer, Verwaltungsbezirke und ähnliche sein. Doch völlig Kontextfrei haben sie scheinbar keine Bedeutung, da sie nicht verstanden werden. In Bezug auf mich, mit all den Nummern, welche mir zugewiesen wurden, wie zum Beispiel der Krankenkasse, dem Finanzamt, der Bank, der Personalnummer etc., werde ich für die andere Seite, die mit dieser Nummer etwas anfangen möchte, komplett anonymisiert. Entsprechend distanziert werde ich auch behandelt - mal mehr oder weniger professionell.
In was für einen intensiven Gegensatz steht da die Zuwendung Gottes?
Jes 43,1
Verstehen wir die Stelle nicht falsch - das "Du" ist hier kein individuelles, sondern ein kollektives. Erst im zweiten Schritt wird es individuell und im dritten explizit christlich. Zuallererst ist dieses "Du" kollektiv gemeint. Damit ist das Volk Israel gemeint - wer genauer hinschaut merkt den Unterschied zwischen Jakob und Israel - Israel ist sogar ein Ehrentitel und beschreibt das Volk, dass sich Gott zugewendet hat. Durch die Worte "geschaffen" und "gebildet" wird ausgedrückt, dass Gott jede einzelne Person des Volkes durch und durch schon längst kennt. Im dritten Schritt wird das "du" zu einem christlichen "du". Ein "du", mit dem ich persönlich gemeint bin und identifiziert werde. In der Zuwendung zu Gott und seiner Zuwendung zu mir, bin ich Teil des Gottesvolkes. Statt einfach alleine angesprochen zu werden, werde ich in eine Gemeinschaft gestellt. Daraus resultiert ein "du", in dem ich kollektiv und individuell angesprochen werde.
Advent bedeutet sich bewusst zu machen, dass ich in Christus nicht lediglich eine Nummer bin.
In Christus bin ich Teil einer Gemeinschaft und jemand, der in dieser Gemeinschaft mit Gott per du ist.

Hach Du meine Güte, wie viele Nummern da rumschwirren, die irgendwas mit uns zu tun haben aber uns seelisch so wenig geben...
AntwortenLöschenHier noch eine Zahl, die ich jetzt mal frech annektiere: "Sternzeit 201511121121." Also heutiges Datum und Uhrzeit nach dem Stern von Bethlehem (ich weiß, ich weiß, das ist ja so was von umstritten, wann der kam und wie und so...) Aber durch die Ankunft dessen, von dem der Stern Zeugnis ablegte, haben wir einen Schlüssel, der uns verrät, wie wir an die Zusage von Jesaja 43,1 rankommen: 2. Korinther 1, 20 Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe.
Es braucht nicht immer solche langen, gründdlichen Anläufe...
Der Dorfpfarrer - melde mich ab, sind in B.S. Sternzeit: 33 Jahre nach dem großen Ja zur Frau des Dorfpfarrers ;-)