Es existieren mannigfalitige Möglichkeiten sich im Advent neu auf Gott auszurichten. Eine davon beschreibt der Psalmist in Psalm 119,162 - die persönliche Beschäftigung mit dem, was wir "Wort Gottes" nennen. Ich selber habe viele Varianten kennen gelernt. Das Spektrum reicht vom regelmäßigen Lesen über Stille Zeit, Exegese, Bibliodrama, gemeinsamen Austausch, die Losung bis hin zum sinnieren über einzelne Verse. Doch am wertvollsten wurde mir das regelmäßige Abschreiben einzelner Verse und somit auf Dauer weite Teile der Bibel. Es ist eine intensives sinnieren über einzelne Verse. Schon das Abschreiben an sich lässt mich viele Feinheiten erkennen, die ich sonst einfach überlesen hätte. Die persönliche Auseinandersetzung mit den Versen, sowie die Vernetzung untereinander, gefolgt von dem sich persönlich Hinterfragenlassen bewirkt genau die Freude, welche der Psalmist beschreibt:
"Ich freue mich über dein Wort, wie einer der große Beute macht."
Das ist weit mehr als nur ein Schatz in der Situation. Frühere Erkenntnisse kann ich stetig nachschlagen. Eigene Entwicklungen darf ich dadurch beobachten, und daraus erkennen, was sich durch meine Ausrichtung geändert hat.









