Donnerstag, 3. Dezember 2015

große Beute


Es existieren mannigfalitige Möglichkeiten sich im Advent neu auf Gott auszurichten. Eine davon beschreibt der Psalmist in Psalm 119,162 - die persönliche Beschäftigung mit dem, was wir "Wort Gottes" nennen.  Ich selber habe viele Varianten kennen gelernt. Das Spektrum reicht vom regelmäßigen Lesen über Stille Zeit, Exegese, Bibliodrama, gemeinsamen Austausch, die Losung bis hin zum sinnieren über einzelne Verse. Doch am wertvollsten wurde mir das regelmäßige Abschreiben einzelner Verse und somit auf Dauer weite Teile der Bibel. Es ist eine intensives sinnieren über einzelne Verse. Schon das Abschreiben an sich lässt mich viele Feinheiten erkennen, die ich sonst einfach überlesen hätte. Die persönliche Auseinandersetzung mit den Versen, sowie die Vernetzung untereinander, gefolgt von dem sich persönlich Hinterfragenlassen bewirkt genau die Freude, welche der Psalmist beschreibt:
"Ich freue mich über dein Wort, wie einer der große Beute macht." 
Das ist weit mehr als nur ein Schatz in der Situation. Frühere Erkenntnisse kann ich stetig nachschlagen. Eigene Entwicklungen darf ich dadurch beobachten, und daraus erkennen, was sich durch meine Ausrichtung geändert hat.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Ein Brief unter vielen

Danke

Einen Brief von einem Freund oder einer Freundin zu bekommen ist etwas tolles. Es scheint zwar eine altmodische Art zu sein, doch ist dies viel persönlicher als eine SMS, eine Chatnachricht oder eine E-Mail. Die Freude wird schon dann entfacht, wenn ich den Briefkasten öffnet und der Brief darin liegt. Das Wissen darum, dass du dir immer extra viel Zeit nimmst, um die richtigen Worte zu finden - das ist etwas sehr wertvolles. Jedes Mal, wenn ich einen Brief bekomme oder einen alten zufällig wiederentdecke merke ich diese Art der Wertschätzung. Danke C., dass du stetig diesen altmodischen, aber edlen Weg wählst.
Ein Brief kann auch als Gleichnis genommen werden. 
Wenn Advent die Vorbereitung auf das Kommen Christi ist und die Einladung an Gott, Teil des eigenen Lebens zu sein, dann sind wir als Christen wie ein Brief Christi. Das bedeutet, dass wir beständig darüber nachdenken sollten, wer was "schreibt". Wir sind zwar nicht auf Papier mit Tinte geschrieben worden, doch sollten wir uns immer wieder bewusst machen, ob wir wirklich gerade "mit dem Geist des lebendigen Gottes" "schreiben", oder ob wir nur selber unser eigenes Ego schreiben lassen. Advent ist also die erneute Ausrichtung auf Gott, dass er in unser Herz schreiben soll. Die Botschaft des Briefes ist, dass der Ewige Mensch wurde und jedem in Liebe begegnen will - auch durch uns. Wenn wir als Briefe Gottes Botschaft und Botschaftsträger sind, dann stehen wir in einer enormen Verantwortung.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Zerbrochenheit

Zerbrochenheit

Advent ist eine Zeit der Vorbereitung. Es ist die Vorbereitung auf das christliche Hochfest, in dem die "Ankunft" (so die wortwörtliche lateinische Übersetzung) des Herrn Jesus gefeiert wird. Es ist das Fest, in dem die Christen verkündigen, dass Gott als Mensch in unsere zerbrochene Welt kommt, die voller Leid und Schmerz ist. Es ist die Botschaft, dass Gott uns in dieser Zerbrochenheit nicht alleine lässt, sondern mitten unter uns mit uns leben möchte. In dieser Vorbereitung wird nicht nur darüber nachgesinnt, was damals vor ca. 2000 Jahren geschehen ist. Auch wird nicht nur darüber nachgedacht, wie Gott auf unser Leben Einfluss hat, wie er unser Tun, Denken und Handeln beeinflussen kann. Es ist ein erneutes inneres Ausrichten. Ein Ausrichten neu auf Gott hin. Es ist die individuelle und kollektive zelebrierte Einladung Gottes in das individuelle und kollektive Leben der christlichen Gemeinschaft. Das ist quasi ein Vertrauensangebot auf existentialer Ebene. Dabei werden nicht nur die guten Seiten Gott "angeboten", nein, der Mensch richtet sich mit seinem gesamten Sein neu auf Gott aus, in seiner gesamten Zerbrochenheit und Gott-abgekehrtheit und erkennt dort ebenso seine Verantwortung vor und in dieser Welt.

Sonntag, 29. November 2015

Mittwoch, 18. November 2015

Licht(-verschmutzung)

Ein kleiner Versuch macht Lust auf mehr für spätere Projekte.

Donnerstag, 16. April 2015

(c)

Die Rechte der Bilder liegen bei den jeweiligen Fotografen, was in den meisten Fällen ich sein dürfte ...

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