Samstag, 25. Juli 2009

Zeltstadt 2009


hat jedes Jahr wieder aufs neue ihren individuellen Charme. Sie schafft es, dass jedes Jahr unterschiedlich, neu und interessant ist, aber gleichzeitig ihr ganz eigenes gewisses etwas zu bewahren.
Was das ist? Kann ich nicht genau beschreiben, aber komm zur nächsten vorbei ;-)
Ich selber durfte nun zum 6. mal in Folge dabei sein und erlebte sehr viele gute Begegnungen.
Das Gesammtthema der Zeltstadt lautete: "Glaubwürdig leben".
Dem schlossen wir uns als Teenie- & Jugendmitarbeiter im übertragenen Sinne an und Theamtisierten uns wie folgt: "Crashtest Identity"


Doch fangen wir vorne an.

Zur Zeltstadt ging ich mit der Vorraussetzung, dass ich direkt für die Teenies & Jugendlichen (unsere Zielgruppe sind die 13-19 Jährigen & teilweise darüber hinaus) da sein wollte.
Ich selber habe mir den Bereich des Zeltes der Stille herausgesucht.
Geplant war für mich, dass die Leuts ankommen können, etwas abschalten können, beten können.
Eigentlich war auch Fußwaschung geplant, doch das lies ich ausfallen wegen des Wetters. Nass waren sie ja schon alle zur genüge.
Mein "Arbeitsbereich", wenn man das auf der Zeltstadt überhaupt so nennen kann, war für mich ein völlig neuer, da ich so etwas auf diese Weise nie versucht habe. In den Jahren vorher habe ich mich eher in anderen Bereichen ausprobiert, wie das Beamern, Kleingruppe und Workshop's.
Doch kam ich auf diese Zeltstadt mit sehr wenig Kraft.
Vorher beherbergte ich noch einige Freunde in meiner WG, die die ganze Zeit für die Prüfungen lernten. Das war ne wichtige und gute Zeit vorher, doch ging dafür die Zeit die ich alleine verbringe dadurch flöten, dich ich eigentlich brauche um Kraft zu tanken. (Doch auch diese Zeit hatte ihr gutes)
Dieses "Kraftloch" hatte etwas an meiner Begeisterung für de Zeltstadt gezerrt, da ich irgendwo wusste da ich auf der Zeltstadt nicht zur Ruhe komme. Zeltstadt ist und war schon immer Ausnahmezustand.
Doch die ganze Kraftlosigkeit wurde nivelliert, als ich dort war. Ich hatte immer irgendwie die Kraft um genau das zu tun, weswegen ich dort war: Mit den Teenies und Jugendlichen leben und mit ihnen für sie wichtige Gespräche führen - was schonmal über Mitternacht hinausging oder da gerade erst anfing.
Das coole war, ich kam dabei auch nicht zu kurz. Ich traf viele alte Freunde und bekannte, die ich von früheren zeltstädten her kannte und konnte mit dennen wieder Gemeinschaft haben.

Es blieb aber nicht allein bei den Glaubensdingen und Kopfsachen, nein, wir hatten auch ne Menge spaß.
Es gab Wasserschlachten, gemeinsames Übernachten unter klarem Sternenhimmel (bis der Regen um 3:45 Uhr kam), Pokerrunden, gemeinsames singen, Lagerfeuergesellschaft und vieles mehr.

Mein Dienst erinnerte zum Teil schon eher an sogenanntes "Streetworking", was leider den negativen Effekt hatte, dass ich weniger im Mitarbeiterteam präsent war und ich zum Teil mich ausgeschlossen fühlte, gleichzeitig aber auch nicht die Kraft hatte auch noch da hinein zu investieren, auch wenn es mir gutgetan hätte.
Wie es mit mir das nächste Jahr für meinen Dienst aussieht?
Ich überlege, ob ich weiter in andere Bereiche gehe und diese austeste.
Eine ernstzunehmende alternative ist im Moment zum einen Streetworking, so dass ich nicht direkt an das Team gebunden bin und somit das Team eine weitere person anlernen kann; zum anderen vielleicht Dorfjugendpapa werden und direkt dort mit wohnen und für sie auf eine ganz andere Art und weise präsent zu sein.
Doch um das zu entscheiden habe ich noch mehr als ein halbes Jahr Zeit.

Nachdem nun also die Zeltstadt vorbei ist, von der ich Themenmäßig nur das Morgenprogramm mitbekommen habe, da ich zum Abendprogramm immer mit jemanden Gespräche führen konnte und musste, fuhr ich mit einem Freund aus meiner Gemeinde nach Hause.
Unterwegs hatten wir ein sehr gutes Gespräch, das mir sehr gut getan hat und mir nochmal einen wichten anderen Sichtwinkel auf mein Leben und andere Dinge gab. Allein sieses Gespräches wegen hat sich schon die Woche in Siloah gelohnt.

Müde, aber glaubwürdig konnte ich nun also mein Leben in Siloah führen.
Alles im allem war die Zeltstadt zwar Kraftraubend aber extrem wichtig für meinen weiteren Weg. In sehr vielen Gesprächen sind mir viele Punkte aufgefalle, mit denen ich selbst zu kämpfen hatte und genau an diesen Punkten sind mir die Leute ans Herz gewachsen - weil sie eben genau da Hilfe benötigen.
Also mal schauen wie es weitergeht.

Seid gesegnet!

P.S.: Bilder erscheinen, wenn ich welche habe ;-)

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